„Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen läßt, daß ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht.“

Albert Schweitzer (1875-1965), Arzt, Philosoph und Theologe

Burnout-Prävention

Der Begriff „Burnout-Syndrom“ (englisch burn out ‚ausbrennen‘) umfasst sehr unterschiedliche Formen individueller persönlicher Krisen, die häufig mit unauffälligen Frühsymptomen beginnen. Unbehandelt kann ein Burnout zu schwerwiegenden psychischen und körperlichen Erkrankungen führen. Die inhaltliche Abgrenzung zur Depression ist nicht eindeutig geklärt, zumal das Burnout-Syndrom in der Literatur auch als „Erschöpfungsdepression“ bezeichnet wird. Generell gilt: Eine zeitweilige Erschöpfung, die aus einer temporären Überforderung am Arbeitsplatz oder auch im Privatleben resultiert, sollte nicht voreilig als „manifester Burnout“ interpretiert werden. Viele belastungsbezogene Reaktionen auf kritische Lebensphasen (wie ein Jobwechsel, Tod eines Angehörigen, Scheidung, Pensionierung u.a.) sind bis zu einem gewissen Maß normal und häufig sogar Ausdruck eines gesunden Umgangs mit diesen Herausforderungen.
Sofern jedoch bestimmte Symptome den Alltag dominieren, kann dies auf einen beginnenden Burnout-Syndrom hindeuten. 
Dazu zählen mehrwöchige emotionale Erschöpfung, das Gefühl von Überforderung sowie ein deutlich absinkendes Interesse am Beruf oder an bisherigen Aufgabenbereichen.
Neben Gefühlen von scheinbar grundloser Traurigkeit und dem Verlust von Freude an bisherigen Aktivitäten können auch körperliche Beschwerden auftreten, z.B. Schlafstörungen, häufig in Kombination mit frühem Erwachen, Veränderungen des Appetits, oftmals verbunden mit deutlicher Gewichtsveränderung, Libidoverlusterhöhte Müdigkeit sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Kopfschmerzen.

Die Burnout-Prävention analysiert bestehende Frühsymptome des Klienten und trägt prozessbegleitend dazu bei, individuelle Risikofaktoren innerhalb der Lebenssituation des Patienten einzuordnen und diese im Idealfall präventiv zu beheben.

Kognitive Gesprächstherapie

Der Begriff „kognitiv“ leitet sich vom lateinischen „cognoscere“ ab und bedeutet „erkennen“. In der kognitiven Gesprächstherapie geht es darum, die eigenen Denkmuster, d.h. Gedankenzirkel, Einstellungen und Erwartungen zu modifizieren. Das Ziel der Therapie ist, unpassende kognitive Muster und deren belastende Auswirkungen auf den Alltag zu reflektieren und zu verändern. Dabei wird – im Gegensatz zur vergangenheitsfokussierten Psychoanalyse – meist an aktuellen Problemen gearbeitet, um zu konkreten Lösungen zu gelangen. Die Hilfe zur Selbsthilfe steht im Vordergrund.

Körperorientierte Psychotherapie

Die Interaktion zwischen körperlichen, psychischen und seelischen Problemstellungen ist mittlerweile unbestritten. Bei der individuellen Behandlung werden – je nach psychosomatischen Fragestellungen – geeignete Therapieansätze aus dem bewegungs- und gesprächstherapeutischen Spektrum genutzt. Diese Form der Therapie verfolgt einen systemischen Ansatz. Ihr Vorteil besteht in der Möglichkeit, verschiedene therapeutische Zugangskanäle zum Klienten zu nutzen und dadurch eine hohe Nachhaltigkeit der Therapie zu erzielen. 

An dieser Stelle möchten wir Ihnen helfen

Zunächst gilt es Ihre genaue Diagnose zu differenzieren. Wenngleich ein Phänomen wie der „Burnout“ primär als psychisches Problem gilt, ist es uns wichtig, im Rahmen der gezielten Anamnese auch den möglichen Einfluss Ihrer Vorerkrankungen, Diäten oder Medikamente abzuklären. Daher beleuchten wir differenzialdiagnostisch Ihre Stress-Symptome anhand gezielter medizinischer sowie psychologischer Fragestellungen.
Zeitbedarf: 2-3 Stunden inkl. Besprechung der Ergebnisse.

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Unter Umständen bietet eine stressbezogene Blutbilduntersuchung Aufschluss über mögliche organische Ursachen sowie einen möglichen Mikronährstoffmangel. Nachgewiesen ist, dass ein signifikanter Mangel an essentiellen Nährstoffen eine Erschöpfungssymptomatik mit depressiven Stimmungslagen begünstigen kann. Dies betrifft u.a. Vitamin D, Zink, Magnesium, Eisen, Jod, B-Vitamine einschließlich Folsäure sowie neuesten Erkenntnissen zufolge auch Omega-3-Fettsäuren und bestimmte Aminosäuren. Weiterhin können biochemische Prozesse im Gehirn, den Nebennieren oder der Schilddrüse einen Burnout auf psychosomatischer Ebene begünstigen, weshalb auch ein Einblick in diese Werte genommen werden sollte.
Zeitbedarf für die Blutabnahme: 15 min., gegebenenfalls direkt vor dem Anamnesegespräch.

Je nach Ergebnis der Untersuchung stellen wir Ihnen ein individuelles Prophylaxe- bzw. Therapiekonzept vor. Dabei können gesprächstherapeutische Methoden aus der Psychotherapie mit geeigneten Ansätzen aus Bewegungswissenschaft sowie der Orthomolekular- und Ernährungsmedizin kombiniert werden. 
Zeitbedarf; mind. 2 Stunden; ggf. deutlich mehr. 

Komplexe psychosomatische Problemstellungen bzw. Herausforderungen machen in der Regel eine mehrdimensionale Präventions- bzw. Behandlungsstrategie notwendig. Dr. Sven Clausen besitzt die heilkundliche Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie. Im Rahmen seines gesprächstherapeutischen Ansatz wurde er u.a. von dem Psychologen und Therapeuten Karlfried Graf Dürckheim (1896-1988) beeinflusst.